Kunst am Bau – fächerübergreifendes Projekt beendet

  • Die Freie Schule Woltersdorf gestaltet das Wartehäuschen an der Woltersdorfer Schleuse als fächerübergreifenden Unterricht.
  • Das Kunstprojekt wurde mit einem Ausflug in die Woltersdorfer Geschichte, Poesie und exakter Flächenberechnung eingeleitet.
  • Feierliche Übergabe  an die Bürgermeisterin zum Woltersdorfer Sommerfest.
  • Die Gemeinde Woltersdorf an der Schleuse ist um eine besondere Touristenattraktion reicher.

Vom Kranichturm hat man einen besonders guten Überblick über Woltersdorf. Das beliebte Ausflugsziel war dieses Jahr aber mehr:
Wenn der Sachkundeunterricht in Mathematik und die Deutschstunde in Kunst übergehen, dann ist man mitten in einem der fächerübergreifenden Projekte der Freien Schule Woltersdorf.
Ungefähr einen Monat waren die Kinder der Klassenstufe 4-6 damit beschäftigt, für die Gestaltung des Wartehäuschen an der Schleuse, Informationen und Ideen zu sammeln.
Heimatkunde mit Geschichtsunterricht  stand damit ebenso auf dem Plan, wie bekannte Wolterdorfer Gedichte im Deutschunterricht zu erlernen. Damit hatten Georg von Loh (Deutschlehrer)  und Reiner Grube (Naturwissenschaften) den Schülern die Möglichkeit zur gründlichen Recherche ermöglicht und Basis für einen ortsbezogenes Ansatz geschaffen. Für eine exakte Planung wurde das kleine Gebäude von den FSW-Kindern mit Mathematiklehrer Karl-Michael Kulow genauestens ausgemessen und die Flächen berechnet werden. Aber das war nur der Anfang für das eigentliche Ziel: Gemeinsam eine attraktive Gestaltung zu realisieren. Die Schüler sammelten erste Ideen, wobei auch Abfalleimer für das Wartehäuschen als immens wichtig erachten wurden. Ob Getränkeautomat oder Wanderkarte, Rätselaufgaben oder Zeitungskiosk, die vorrangigen Aufgaben wurden von den Kinder pragmatisch mit Aufräumen und Säubern benannt.
Die Freude am Auffinden von Ideen, das Bilden von Stilgruppen – das war laut Projektleiterin Orsolya Forró wunderbar leicht und beschwingt. Mindestens hundert unterschiedliche faszinierende Ideen, die die Kunstlehrerin unter einen Hut bringen musste. Dass die eine Idee nicht zum Tragen kam, eine andere aber besonders viel Akzeptanz fand, gehörte zum demokratischen Auswahlprozess.
Ein weiterer Entwicklungsschritt wurde eingeleitet, als alle zusammen gewählten Teilideen zu einem gemeinsamen großen Bild verschmelzt werden mussten. Und hier ging es nicht nur um Technik, es ging auch um Handwerk. Um die Angst vor der weißen Leinwand zu mindern, hat die Kunstlehrerin mit einer kleinen Performance die Schüler spielerisch Figuren entwicklen lassen. Diese wurden lebensgroß zuerst auf Pappe gezeichnet und später aus Sperrholz gesägt.
Sabine Trendelenburg half Orsolya Forró , die 23 Kinder aus den verschieden  Kunststilgruppen beim Malen und Gestalten tatkräftig zu unterstützen.
Das efeubewachsene Wartehäuschen wurde in strahlendem Gelb und Blau gestrichen, gesäubert und in gemeinschaftlicher Arbeit verschönert.
Der Hintergrund des großen zentralen Bildes zeigt das historische Woltersdorf vor hundert Jahren, links sieht man ein Flugzeug, dass auf Martin Haller hinweist. Im gezeichneten Himmel ist eine Menge los, hier kann man wirklich auf Entdeckungsreise gehen.
Man entdeckt auf einem Bild zum Beispiel den Kranichturm, der im hell und freundlich gestalteten Wartehäuschen über die gemalten Wälder wacht.

Fotos: Orsolya Forró
Text: Sabine Eilebrecht-Bertram

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